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Wenig Regen? Von wegen! Starkregen!

In einem wärmeren Klima kann es deutlich trockener werden, da mehr Wasser verdunstet. Wärmere Luft kann aber auch mehr Feuchtigkeit aufnehmen und diese dann als Niederschlag abgeben. Somit sind gleichzeitig heftigere Regenfälle zu erwarten.

Starkregen

Dürreperioden und Starkregen sind Naturphänomene, die jederzeit passieren können. Man muss jedoch anmerken, dass diese Phänomene durch den Klimawandel dramatisch verstärkt werden.

Unser blauer Planet erwärmt sich stetig. Dadurch verdunstet immer mehr Wasser und deswegen kann es vor allem in den trockenen Gebieten häufiger zur Dürre kommen. Jedoch passiert in den feuchteren Gebieten das genaue Gegenteil. Durch die erhöhten Temperaturen kann die Luft mehr Wasser speichern, welches sich dann in den Wolken staut. Wenn es dann zu einem Niederschlag kommt, ist er viel stärker und das nennt man dann Starkregen. Je wärmer es also in Zukunft wird, desto größer wird die Chance auf lange Dürreperioden und starke Regenfälle, die Überschwemmungen verursachen können.

Starkregen

Am 12. August 2002 fielen an der Wetterstation Zinnwald-Georgenfeld 312mm Regen, die größte Menge Niederschlag, die in Deutschland an einem Tag je vom Himmel gefallen ist. Die Elbe stieg auf den höchsten Stand seit Beginn der Messungen im Jahre 1275 und überflutete Dresden und Prag. Die Gesamtschäden beliefen sich auf über drei Milliarden Euro in Tschechien und knapp neun Milliarden Euro in Deutschland.

Solche extremen Regenfälle wurden in den letzten Jahren an vielen Orten beobachtet, während andere Regionen eher austrockneten. In England etwa gab es eine Reihe von Überschwemmungen, während das Klima in den Mittelmeerstaten in Südeuropa, Nordafrika und dem Mittleren Osten wesentlich trockener wurde. Feuchte Regionen wie Deutschland und England werden also noch nasser, während dürre Gegenden wie die rund um das Mittelmehr weiter austrocknen. Diese Entwicklung lässt sich auf den meisten Kontinenten beobachten.

Und sie ist genau das, was man auf einem Planeten, dessen Klima wärmer wird, erwarten kann. Wärmeres Klima lässt mehr Wasser verdunsten und somit Oberflächen austrocknen. Auf der anderen Seite kann die Luft pro Grad Erwärmung etwa sieben Prozent mehr Feuchtigkeit speichern, die, wenn die Bedingungen stimmen, abregnet. Die Luft hält also das Wasser über längere Zeit und dehnt dadurch die Trockenperioden aus. Regnet es dann doch, ist der Niederschlag viel stärker und die Gefahr von Überschwemmungen steigt.

Daher sagen Klimamodelle für das nächste Jahrhundert sowohl intensiveren Niederschlag als auch längere Dürreperioden voraus. Das hat schwerwiegende Folgen. Überschwemmungen können verheerend sein, wie sich 2010 bei der Flutkatastrophe in Pakistan zeigte (siehe Link unten). Die semi-ariden Regionen, wo das Wasser ohnehin schon sehr knapp ist, wie zum Beispiel der Mittlere Osten, werden voraussichtlich am meisten austrocknen.

 

 

 

 

 

 

 

 

(Bildquellen:http://www.freedigitalphotos.net/images/view_photog.php?photogid=732 und http://www.freedigitalphotos.net/images/view_photog.php?photogid=792)