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Hurrikane in einem sich verändernden Klima

Hurrikane sind schwere Stürme, die in tropischen Regionen entstehen und sich durch ein relativ windstilles Tiefdruckgebiet in ihrem Inneren (das „Auge“) auszeichnen, um das starke Winde mit bis zu 300 Stundenkilometern im Kreis herumwirbeln. Die Stürme bilden sich über Bereichen des Ozeans, deren Oberfläche warm ist. Dort verdunsten große Mengen Wasser in die Atmosphäre. Wenn dieses Wasser kondensiert, wobei sich kleine Tropfen bilden, wird Energie freigesetzt, die den Hurrikan beschleunigt. Trifft der Hurrikan auf Land, wird dieser „Antrieb“ unterbrochen und der Sturm verliert rasch an Heftigkeit. Daher sind es meistens die Küstenregionen, vor allem in der Karibik, Südostasien und Nordaustralien, die durch die Wirbelstürme am meisten Schaden davontragen: http://earthobservatory.nasa.gov/IOTD/view.php?id=7079

In den letzten Jahren gab es mehrere besonders starke Hurrikane. Die Hurrikan-Saison des Jahres 2005 hatte gleich mehrere Rekorde zu bieten: Es gab 15 Hurrikane (vorher war 12 die höchste Anzahl gewesen), von denen vier die höchste Kategorie erreichten (vorher waren es zwei). Einer von ihnen, „Wilma“, war der stärkste Hurrikan, der je über den Nordatlantik gebraust war. Und „Katrina“ traf genau in New Orleans auf Land und richtete damit mehr Schäden an als je ein Sturm zuvor in den USA. 1836 Menschen starben. Diese Häufung der Extremstürme warf die Frage auf, ob die globale Erwärmung die Zahl oder Intensität der Stürme beeinflusst.

Wird es mehr oder stärkere Hurrikane geben, wenn es wärmer wird? Sollte die Oberflächentemperatur der Meere steigen, gibt das Wasser auch mehr Energie ab, die den Stürmen Kraft verleiht. Andererseits begünstigt die globale Erwärmung die vertikale Windscherung. Sie kann die Bildung eines Hurrikans unterbrechen, denn für die Bildung eines Wirbelsturms muss die Richtung und die Stärke von Winden in allen Höhen über dem Boden ähnlich sein. Sonst würden Eigenschaften der Luft wie Temperatur oder Feuchte mit der Strömung weggetragen. Der Hurrikan würde sozusagen auseinander gerissen. Denkbar wären also weniger, aber heftigere Wirbelstürme, wenn das Klima sich erwärmt. Satellitenbeobachtungen, wie sie seit 1980 möglich sind, sowie Klimamodelle stützen diese These. Genaue Aussagen über die Zukunft der Hurrikane lassen sich jedoch nicht treffen, aus zwei Gründen: Erstens ist die Zeitspanne, in der die Stürme, etwa durch Satelliten, genau zu beobachten sind, noch nicht lang genug. Und zweitens lassen sich Hurrikane in Klimamodellen noch nicht reproduzieren.

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