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Geoengineering

Vulkane können das Klima kühlen: nach einem großen Ausbruch schweben viele kleine Teilchen in der oberen Atmosphäre und reflektieren das einfallende Sonnenlicht. Es gibt Ideen den Klimawandel auzubremsen, indem man solche Teilchen (Schwefelaerosole) mit Flugzeugen oder Ballons in die Atmosphäre bläst. Die meisten Experten haben aber große Bedenken wegen unerwünschter negativer Nebenwirkungen.

Geoengineering

Geo-Engineering ist die  Beeinflussung des Klimas durch den Menschen. 1946 versuchte der Chemiker und Physiker Irving Langmuir erstmals mithilfe von Chemikalien das Wetter zu verändern, indem er mit Silberjodid Wolken zum frühzeitigen Regnen brachte.

Seitdem wird diese Technik weltweit verwendet, z.B. 2009 in China, um während der Olympischen Spiele für gutes Wetter zu sorgen oder in Deutschland bei der Hopfenernte.

Man bemerkte 1992, nach dem Ausbruch des Vulkans Pina Tubo, dass die weltweite Temperatur um 0,5 °C gesunken war. Das entstand durch Aerosole, also schwefelhaltige Partikel, die mit dem Vulkanausbruch in die obere Atmosphäre gelangten und dort bewirkten, dass weniger Sonnenstrahlung auf die Erde treffen konnte. So erhöhte sich die Albedo unseres Planeten. Albedo bezeichnet das Verhältnis aus reflektierter zu einfallender Strahlung. Hat eine Oberfläche eine Albedo von 50%, heißt das, die Hälfte der einfallenden Strahlung wird reflektiert. Wegen der Aerosole entstand eine höhere Albedo, die Temperatur auf der Erde kühlte also ab. Das nennen wir den Albedo-Effekt.

Einige Jahre nach dem Vulkanausbruch sank die Anzahl der Aerosole in der Atmosphäre und die Durchschnittstemperatur erhöhte sich wieder.

Nun stellt sich die Frage, ob wir mit Geo-Engineering den Klimawandel stoppen können.

Aerosole lassen sich auch künstlich, z. B. mit Raketen und Heißluftballons, in die Atmosphäre pusten. So könnte man die Klimaerwärmung eventuell aufhalten.

Diese Methode bietet sich an, da sie kostengünstig und theoretisch umsetzbar ist.

Allerdings könnte Geo-Engineering unerwünschte Nebenwirkungen haben, wie z. B. eine Schädigung der Ozonschicht, Veränderungen im Niederschlagsverhalten, und  negative Auswirkungen auf die Umwelt und Gesundheit von Menschen, Tieren und Pflanzen.

Geo-Engineering

oder: können wir die Temperatur des Planeten ingenieursmäßig verändern?

Schon seit vielen Hunderten von Jahren hat der Mensch aktiv versucht, das Wetter zu beeinflussen Doch erst 1946 fand der Chemiker und Physiker Irving Langmuir heraus, wie man mit Hilfe von Silberjodid Wolken künstlich abregnen lassen kann. Heute nutzen vor allem die Chinesen die Technologie in der Landwirtschaft. Sie setzten das Silberjodid auch ein, um 2008 bei den olympischen Spielen für gutes Wetter zu sorgen. In Deutschland werden Wolken unter anderem „geimpft“, um die Hopfenernte vor Hagel zu schützen.

Aber kann der Mensch durch gezielte Eingriffe mit technischen Mitteln auch den bevorstehenden Klimawandel vermeiden?

Große Vulkanausbrüche können zu einer globalen Abkühlung des Klimas um ein paar Zehntel Grad führen. Zuletzt war das 1992 beim Ausbruch des Pina Tubo auf den Philippinen zu beobachten. Ein Kühlungseffekt entsteht, weil Vulkane die Gesamt-Albedo des Planeten erhöhen (siehe Thema Meereis-Schmelze). Albedo bezeichnet das Verhältnis aus reflektierter zu einfallender Strahlung. (Der Begriff wird verwendet, um das „Rückstrahlvermögen“ eines Körpers zu beschreiben.) Hat eine Oberfläche eine Albedo von 50%, heißt das, die Hälfte der auf sie einfallenden Strahlung wird wieder reflektiert. Der Grund für den verstärkten Rückstrahleffekt sind winzige, schwefelhaltige Partikel (oder auch Aerosole), welche die Vulkane bei großen Ausbrüchen hoch in die Atmosphäre „blasen“. Diese Partikel reflektieren dort einfallende Sonnenstrahlung wieder ins All zurück. Damit steht weniger Sonnenenergie zur Verfügung, um die Erdoberfläche zu erwärmen.

Dieser Abkühlungseffekt ist allerdings nicht von Dauer. Schon nach ein paar Jahren ist durch atmosphärische Transportprozesse die Zahl der verbleibenden Partikel deutlich abgesunken und der Kühlungseffekt praktisch nicht mehr spürbar.

Könnte der Mensch die Temperatur unseres Planeten auf entsprechende Weise beeinflussen? Beispielsweise, indem er Schwefelaerosole mit Hilfe von Heißluftballons oder Raketen in die Stratosphäre bringt? Das klingt zunächst nach Science-Fiction. Und doch diskutieren inzwischen manche Experten diese Möglichkeit, da sie technisch umsetzbar erscheint und sogar kostengünstig sein könnte. Die Mehrzahl der Klimawissenschaftler steht allerdings einem solchen massiven Eingriff ins Klimasystem äußerst kritisch gegenüber. Sie befürchten schwerwiegende Nebeneffekte wie eine Schädigung der Ozonschicht, eine Störung des hydrologischen Kreislaufs, sowie negative Auswirkungen auf die Gesundheit von Menschen, Tier- und Pflanzenwelt.

Weiterführende Links:

http://de.wikipedia.org/wiki/Geo-Engineering
http://www.hagelinformation.de/themen/hagelraketen/index.php
http://wiki.bildungsserver.de/klimawandel/index.php/Hagel