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Zusammenhänge zwischen Extremwetter und Klimawandel

Ein wichtiges wissenschaftliches Ergebnis zur Erklärung des Zusammenhangs zwischen Extremwetter und Klimaänderung ist, dass die Häufigkeit von Extremen (wie z.B. Hitzewellen, aber auch Starkregen) überproportional zunimmt – bei verhältnismäßig geringer Klimaerwärmung (= systematische Änderung). Dies kann verstanden werden, wenn man sich die Kurve der Temperaturverteilung genauer ansieht: Sie hat die Form einer Glocke (wissenschaftlich spricht man in diesem Fall von einer Normalverteilung). Diese Verteilung kann man in einer Vielzahl von ganz unterschiedlichen Phänomenen beziehungsweise natürlichen Variablen wiederfinden, wie zum Beispiel Körperlänge.

Zur Erklärung nutzen wir hier als Beispiel Hitzewellen. Die Grafik zeigt eine mögliche Temperaturverteilung im Sommer (also Juni, Juli ,August: insgesamt 92 Tage).

Vor der Erwärmung liegt der Mittelwert zwischen 15°C und 20 °C (Gipfel der Blaue Kurve). Die Häufigkeit von Tagen wärmer als 20°C ist 18+14+4=36 (gegeben durch die Gesamtanzahl der Tage rechts von 20°C). Die Häufigkeit von extrem warmen Tagen über 30°C ist 4 (siehe Zahlen in den hellblauen Balken).

Nach einer Klimaerwärmung – in diesem Fall eine systematische Änderung um 5°C – werden sich diese Zahlen ändern (rote Balken). Die Anzahl an Tagen, die wärmer als 20°C sind, nimmt um 20 zu. Die Anzahl an Tagen, die wärmer als 30°C sind, um 14. Das heißt, die Häufigkeit von Tagen wärmer als 20°C nimmt um einen Faktor 1.5 zu: (36+20)/36. Tage wärmer als 30°C nehmen aber um einen viel größeren Faktor zu: (4+14)/4 = 4.5. Das heißt: extrem heiße Tage (wärmer als 30°C) haben dreimal so stark zugenommen wie warme Tagen (wärmer als 20°C). Eine klar überproportionale Zunahme von Extremen. Dieses Beispiel zeigt , daß Hitzewellen [Link: Themen Hizewelle] bei verhältnismäßig geringer Erwärmung schon stark zunehmen. Das Prinzip gilt aber auch für andere Extreme wie Starkregen.

http://wiki.bildungsserver.de/klimawandel/index.php/Hitzewellen